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Rezension zum Buch: Rumpf und Rigg

veröffentlicht um 19.08.2013, 09:49 von Knut Harms   [ aktualisiert: 19.08.2013, 09:58 ]

Bücher, die sich mit dem Thema Seemannschaft auf Großseglern beschäftigen sind selten. Um so erfreulicher, wenn sich Segelbegeisterte wie Torsten Dederichs auf den Weg machen, Wissen zu Papier zu bringen. Und dass der Autor sein Handwerk versteht, merkt man an jeder Ecke des Buches. Nur wer lange Zeit an Bord eines Windjammers fährt, hat das nötige Fachwissen und den Weitblick, relevante Themen für ein solches Buch einzuordnen.
Diese Themen sind klar eingegrenzt und drehen sich allesamt, wie der Titel verrät, um den Rumpf und das Rigg. Somit wird dem Leser 'en detail' alles um diverse Segel, deren laufendes und stehendes Gut sowie den damit möglichen Manövern dargestellt. Abseits dieser Themen finden sich zwei Abhandlungen über das Wetter und die Segeltheorie, die jedoch als Grundlage für spezielle Manöver dienen. Weitere Themengebiete der Seemannschaft wie Wachsysteme, Navigation, Ausguck oder andere klassische Verfahrensweisen auf einem Traditionssegler sind nicht Bestandteil dieses Werks. Doch auch ohne diesen Rundumschlag an Themen der Seemannschaft ist aus dem Buch mit seinen 184 Inhaltsseiten ein stattliches Werk geworden.

Bereits nach den ersten  Seiten wird dem Leser klar, dass der Autor ein Werk aus seiner praktischen Fahrenszeit erstellt hat. Menschen wie ihn, kann man um drei Uhr in der früh wecken und fragen, auf welchem Nagel die Innengordinge für die Vor-Bramrah belegt sind. Ohne zögern könnte er diese zeigen. Dieses Detailwissen muss erst einmal zu Papier gebracht werden. Dabei ist es schwierig, alle Fachbegriffe (und auf einem tradierten Segler der Größe einer Alexander von Humboldt II sind es hunderte), behutsam einzuführen. So kommt ein unerfahrener Leser mitunter ein wenig ins Schwimmen, wenn es um solche Begrifflichkeiten geht. Das liegt in der Natur der Sache, denn nach einer kurzen Erklärung wird der Termini sogleich in den fachlichen Kontext eingebunden und findet fortan fortlaufend Verwendung. Mehr und mehr Begrifflichkeiten gesellen sich binnen kürzester Zeit hinzu und sorgen für Fachfremde für ein Begriffsmemory im Kopf. Diese Anhäufung von Begriffen in Verbindung von zum Teil nicht explizit erklärten Begrifflichkeiten lässt den Wunsch nach einem Glossar aufkommen.

Getreu dem Motto: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" hat der Autor, der das Buch bei BOD herausgebracht hat, viel Zeit und Mühen in die Erstellung der Zeichnungen gesteckt. Die Abbildungen sind, obgleich das Buch in einem Taschenbuchformat herausgebracht wurde, alle gut zu lesen. Die teilweise farbigen schematischen Abbildungen unterstützen die dargestellten Inhalte sehr gut - so gut, dass man sich an einigen weiteren Stellen ebenfalls solche Abbildungen als Ergänzungen wünscht (so zum Beispiel bei den Knoten, die man sich ohne Abbildung schlecht vorstellen kann). Das Buch ist wie bereits erwähnt in einem kleinen, überaus praktischen Taschenbuchformat herausgegeben worden. Der Schutzumschlag ist wasserabweisend und für den Bordbetrieb äußerst praktisch. Was mir persönlich für den Einsatz an Bord ein wenig gefehlt hat, ist ein Inhaltsverzeichnis, mit dem das schnelle Nachschlagen von Wissen erst möglich wird.


Die einzelnen Kapitel sind allesamt sehr sorgsam beschrieben und die äußerst umfangreiche Materie wird im Detail dargestellt. Schnell wurde mir als erfahrenem Traditionssegler klar, dieses ist ein Buch von einem "Tradi" für einen "Tradi". Es ist ein tolles Nachschlage- und Auffrischungswerk und obwohl der Autor "sein" Schiff als Grundlage nimmt, ist es keinesfalls Alex II-lastig bzw. dominant. Somit ist es nicht das Bordhandbuch eines speziellen Schiffs mit ellenlangen Belegplänen, die nicht auf andere Schiffe übertragbar sind (worunter andere Bücher zeitweise leiden), sondern ein Werk, dass Wachführer (Toppsmatrosen) und andere Stammbesatzungsmitglieder (Matrosen, Leichtmatrosen) aller Schiffe gut gefallen wird. Gänzlich "unbeleckte" Trainees könnten mit diesem Werk leicht überfordert sein.

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Abbergen einer bewusstlosen Person

veröffentlicht um 24.06.2013, 02:58 von Knut Harms   [ aktualisiert: 24.06.2013, 03:11 ]

Die schreckliche Situation einen Bewusstlosen an Bord zu holen ist eine äußerst schwierige Aufgabe. Die Macher von Seebaer.tv habe sich dazu Gedanken gemacht und das im Film dargestellt. Ein sehr guter Bericht.







YouTube-Video


Hier geht es zur Seite: http://www.seebaer.tv/?p=2747

Neu auf dem Markt - Rumpf und Rigg

veröffentlicht um 11.04.2013, 05:54 von Knut Harms   [ aktualisiert 11.04.2013, 12:14 von Knut Harms ]

Es ist ein neues Buch auf dem Markt zum Thema segeln auf dem Großsegler. 

Originalbeschreibung von Amazon:

In den großen Zeiten der Windjammer wurde das Wissen zum sicheren Betrieb eines solchen Schiffes noch durch eine langjährige Fahrenszeit praktisch erlernt. Diese Zeit fehlt dem Hobbysegler heute. Aber auch für ihn ist, für das sichere befahren der Meere, das Verständnis für die Zusammenhänge an Bord eines Großseglers wichtig. Dieses Verständnis zu erlangen bedarf es fundierte Kenntnisse, die man sich heute eher durch Lesen statt durch eigene Erfahrungen aneignen muss.Dieses Buch soll zum einen als Nachschlagewerk auf See, aber auch als vorbereitende Lektüre an Land dienen. Es wendet sich dabei an jeden, der die theoretischen Hintergründe zum Segeln eines Großseglers verstehen möchte. Kenntnisse aus dem Segelsport sind dabei hilfreich. Einige Tage an Bord eines Windjammers, wenn auch nur als Trainee bzw. Mitsegler, reichen als Grundlage bereits aus. Die Beschreibungen, also von Rumpf und Rigg, fokussieren sich auf eine Bark. Wobei dort, wo es ins Detail geht, sich die Beschreibungen auf ein traditionelles Rigg beziehen.

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Bildzusendung

veröffentlicht um 19.02.2013, 23:59 von Knut Harms   [ aktualisiert: 19.02.2013, 23:59 ]

Im unteren Bereich sind zwei sehr schöne Bilder zum Download.
Beide wurden von Tom Ranum zugesendet, der am 13. August 2012 mit seinem Sohn Halvor in Norwegen am Langesund zum Angeln war, als die Thor Heyerdahl vorbei trieb.

Vielen Dank an Tom Ranum.

Sehr zu empfehlen

veröffentlicht um 01.03.2012, 23:20 von Knut Harms   [ aktualisiert: 01.03.2012, 23:20 ]

ist das Sicherheitsseminar des KYCD im Ausbildungszentrum Schiffssicherung der Marine. Ein besseres Umfeld um den Seenotfall zu üben, kann man wohl kaum finden. (Red.)

Schon einmal gekentert? Wie komme ich in die Rettungsinsel? Feuer löschen kein Problem? Frank Levermann hat den Seenotfall erlebt, ohne ernsthaft in Gefahr zu geraten: Das ist, kurz gefasst, seine Erfahrung beim Sicherheitsseminar des KYCD im Ausbildungszentrum Schiffssicherung der Marine. Mehr...

Segeltheorie - Simulator

veröffentlicht um 01.03.2012, 23:17 von Knut Harms   [ aktualisiert: 01.03.2012, 23:17 ]

Auf der Schotstek-Seite "Segeltheorie " wurde versucht, in einfachen Worten die Segeltheorie ein wenig darzustellen. Um die Auswirkungen einer Gewichtverlagerung, dem Holen und Fieren der Schot und den Kurs zum Wind besser zu verstehen, bietet sich ein Segelsimulator an.

Dieses Thema hat der Segelsimulator von e-törn.de [externer Link] großartig aufgegriffen und in Flash umgesetzt. Absolute Schotstek-Empfehlung - unbedingt einmal vorscheischauen.

Sonnenbrille für Segler

veröffentlicht um 01.03.2012, 23:15 von Knut Harms   [ aktualisiert: 01.03.2012, 23:15 ]

Die meisten kennen das Gefühl. Man ist den ganzen Tag auf dem Wasser und nach und nach werden die Augen zunehmend zusammengekniffen. Der Grund dafür ist neben der direkten Sonnenstrahlung, das reflektierte Licht des Wassers. Die auftretenden Beschwerden reichen bis hin zu Symptomen, die dem Verblitzen beim Schweißen ähneln. Weitere Reize wirken durch den Wind auf das Auge. Abhilfe kann eine geeignete Sonnenbrille schaffen.

Zur Vermeidung dieser Reize bietet sich eine Sportlerbrille von Rudy Project an. Lesen Sie dazu unseren Test der Guardyan Hi-Altitude. 

Beschreibung

Die italienische Firma Rudy Project hat sich insbesondere durch Brillen für den Radsport einen Namen gemacht. Speziell für aktive Sportler, die in den Bergen und auf dem Wasser unterwegs sind, hat Rudy Projekt ebenfalls eine Brille entwickelt, die wir getestet haben.
Die Brille mit dem Namen Guardyan Hi-Altitude zeichnet sich durch spezielle Sonnenschutzgläser aus, die nur sechs Prozent des Tageslichtes durchlassen. Die Gläser haben eine reflektionsfreie Innenbeschichtung und sind von außen verspiegelt. Durch die breiten Bügel und dem der Gesichtsform angepassten Rahmen, minimiert die Brille die Reize von außen. Für extreme Situationen und für den Wintersport in den Bergen lässt sich die Brille umrüsten, indem die Bügel abgenommen und durch ein elastisches Band, das etwa bei Skibrillen Verwendung findet, ersetzt werden kann. Zur Nutzung als „Ski-Brille“ kann ein Schaumstoffrahmen im Inneren befestigt werden. Die Brille ist in verschiedenen Farben erhältlich.
In den meisten Fällen sind Brillenträger mit eingeschliffenen Gläsern die Leidtragenden und können nicht auf solche speziellen Modelle zurückgreifen. Anders bei Rudy Project. Durch einen kleinen, extra zu erwerbenden Clip-On, kann die Brille auf die individuellen Sehbedürfnisse angepasst werden.

Test

Vom ersten Augenblick an fühlt man sich mit der Brille wohl. Sie sitzt eng am Kopf und schützt ausreichend vor Wind und Sonne. Sie ist mit 28 Gramm relativ leicht. Die speziellen Hi-Altitude Gläser reduzieren das Licht auch bei extremen Sichtverhältnissen auf ein angenehmes Maß. Die auswechselbaren Bügel sitzen sehr fest am Brillengestell. Ein Auswechseln dieser Bügel zu Gunsten des mitgelieferten elastischen Gummibandes war uns nicht möglich. Zu groß war die „Angst“, durch zu große Kraftaufwendung den Rahmen dauerhaft zu beschädigen.

Die optional erhältliche Clip-On Fassung wurde durch den Optiker mit entsprechend eingeschliffenen Gläsern ausgestattet. Ohne Werkzeug ließ sich der Clip-On im Inneren der Brille befestigen. Zu erwähnen ist, dass durch die stärkere Wölbung der Brille spezielle Brillengläser verwendet werden sollten. Der Preis für zwei Gläser lag um die hundert Euro. Durch die leichte äußere Verspiegelung fallen die eingesetzten Brillengläser von außen nicht auf.

Resümee

Zusammenfassend kann man festhalten, dass diese Brille den Namen Multifunktionsbrille verdient. Für einen Preis laut Liste in Höhe von knapp 180 € (zuzüglich dem Clip-On von etwa 40,00 €) ist der Segler ausreichend vor Wind und Sonne geschützt und trägt eine coole und sportliche Sonnenbrille.
Weiter Infos erhalten Sie bei http://www.rudyproject.de

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