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Überhandknoten- Takling

Ein Takling verhindert das Aufdröseln der Enden beim geschlagenen Tauwerk und zeigt darüber hinaus die Kunst einer feinen Seemannschaft. Zum Schutz von Tauenden gibt es viele verschiedene Lösungen. Einige schmelzen die Enden bei Kunststofftauen ab (was u.a. beim Durchrauschen durch die Hand bedingt durch die zum Teil scharfkantigen Enden sehr schmerzhaft sein kann), die anderen bedienen sich High-Tech Hilfen wie Flüssig-Harz (zum Eintauchen) oder Schrumpfschläuchen. Wer es schön haben möchte und geschlagenes Tauwerk verwendet, sollte sich die Zeit für einen handgemachten Takling nehmen. Grundsatz ist dabei, je kraftvoller das Takelgarn gewickelt wird, desto besser der Takling.

Dieser Takling wird oft auch als West-Country Takling bezeichnet.

Der einfachste Takling von allen. Zunächst schneidet man ein genügend langes Stück Taklinggarn ab, legt es mittig um das zu betakelnde Tauwerk und macht einen Überhandknoten.















Nun die beiden Enden auf die Hinterseite des Tauwerks führen und wieder einen Überhandknoten knoten.

















Dieses Wechselspiel wird solange wiederholt, bis die gewünschte Taklinglänge erreicht ist.

















Nun zum Abschluss einen gegenläufigen Überhandknoten erstellen (Ergebnis ist ein Kreuzknoten).

















Die Enden abschneiden und fertig! Leider hat sich bedingt durch das gewachste Takelgarn bereits beim Abschneiden der Kreuzknoten wieder gelöst :-(

Daher wäre es besser, die Enden des Taklinggarns zusätzlich mit einem Feuerzeug noch zu verschmelzen (wie unseemännisch). Mir hat dieser Takling nicht gefallen.