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Einfacher Takling

Ein Takling verhindert das Aufdröseln der Enden beim geschlagenen Tauwerk und zeigt darüber hinaus die Kunst einer feinen Seemannschaft. Zum Schutz von Tauenden gibt es viele verschiedene Lösungen. Einige schmelzen die Enden bei Kunststofftauen ab (was u.a. beim Durchrauschen durch die Hand bedingt durch die zum Teil scharfkantigen Enden sehr schmerzhaft sein kann), die anderen bedienen sich High-Tech Hilfen wie Flüssig-Harz (zum Eintauchen) oder Schrumpfschläuchen. Wer es schön haben möchte und geschlagenes Tauwerk verwendet, sollte sich die Zeit für einen handgemachten Takling nehmen. Grundsatz ist dabei, je kraftvoller das Takelgarn gewickelt wird, desto besser der Takling.

Der einfache Takling ist der unkomplizierteste Takling. Er ist bei einiger Übung in 2 Minuten erstellt. Für ein leichtes Arbeiten empfiehlt sich je nach Taustärke ein Stück Takelgarn von etwa 40-50 cm Länge. Ein weiterer Vorteil ist, dass dieser Takling auch bei geflochtenem Tauwerk benutzt werden kann.

Zunächst wird eine Bucht entlang des zu betakelnden Tauendes gelegt. Durch diese wird später das lose Ende des Taklinggarns in den Takling gezogen und fixiert.
















Nun wird das Tauwerk kräftig umgarnt. Je kräftiger dieses geschieht, desto dauerhafter ist später der Takling. Gegebenenfalls mit einem Marlspieker oder Schraubendreher das Taklinggarn umwickeln und mit diesem Hilfsmittel möglichst stark das Tauwerk umwickeln.














Wenn der Takling seine notwendige Länge erreicht hat (Geschmackssache), das lose Ende in die Bucht führen und über das gegenüberliegende Ende in den Takling ziehen.
















Die beiden herausragenden Enden abschneiden. Fertig.


















Achtung: Dieser Takling kann sich bei hoher Beanspruchung lösen. Daher gilt insbesondere hier, je kräftiger die Wicklung ist, desto besser bekneifen sich die nach innen gezogene Taklinggarnenden.