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Segel setzen/bergen

Belegung des laufenden Gutes beim Gaffelsegel


  • Klaufall: an Steuerbord auf einem Stahlnagel
  • Piekfall: an Backbord auf einem Stahlnagel
  • Geien: an Back- und Steuerbord auf Holznägeln
  • Bullen: an Back- und Steuerbord auf Stahlnägeln

Gaffelsegel setzen


  • Klaufallniederholer fieren
  • ...toppschot fieren oder vorschoten
  • Piekfall und Klaufall holen
  • Geitaue langsam mitfieren
  • Beim Setzen die Gaffel parallel zum Baum halten, um die Kraft möglichst gleichmäßig zu verteilen. Wenn das Vorliek gespannt ist, das Piekfall soweit holen, bis auch das Achterliek steht. Nachdem die Segel getrimmt sind, das Umdirken nicht vergessen!

Gaffelsegel bergen


  • Piekfall und Klaufall langsam fieren
  • Klaufallniederholer holen
  • über die Geitaue die Piek führen
  • Beim Bergen die Klau zuerst herablassen, damit sich das Gewicht zur Klau verlagert und somit der Klaufallniederholer leichter geholt werden kann. Zuletzt die Piek ganz fieren.

Gaffelsegel packen



Gaffelsegel packen
Um der Besatzung die größtmögliche Sicherheit beim Packen der Segel zu geben, muss der Baum und die Gaffel fest fixiert sein.

Baum fixieren: Bullen durchsetzen und belegen. Mit der Dirk den Baum heben und auf die Bullen Spannung bringen.

Gaffel fixieren: Gaffel bis auf Baumhöhe fieren. Gei-Taue durchsetzen und belegen. Über das Piekfall die Piek anheben und auf die Gei-Taue Spannung bringen.

Optimalerweise ist das Ende des Baumes und der Gaffel leicht versetzt. Das erleichtert das Knien auf dem Baum zum Segel packen.

Gaffelsegel reffen



Gaffelsegel reffen
Beim Reffen wird die Segelfläche bei starkem Wind verkleinert. Dazu wird das Segel über das Achterliek mittels einer Arbeitstalje verkürzt und mit dem bereits befestigten Tauwerk fixiert.  Ein langer Zeiser fixiert weiterhin das „neue“ Schothorn mit dem Baum und verhindert ein „Hochrutschen“ (siehe Bild unten).    
 

Bullen und Geitaue


Im Gegensatz zum Bullen (der vor dem unkontrollierten Überholen des Segels schützen soll) oder der Schot (die das Segel in den Wind hält) dient die Gaffelgei nicht zum Fixieren der Piek. Hauptaufgabe der Geien ist das Führen der Piek beim Setzen und Bergen durch die Dirk. Dementsprechend wir die Gei nach dem Setzten auch nur lose belegt und nicht hart durchgeholt.

Rahsegel setzen


setzenbergen
Gordinge fieren
Gordinge holen
Geitaue fieren
Geitaue holen
Schoten holen
Schoten fieren

Besonderheiten beim Bramsegel


  • setzen: Nachdem die Schoten dicht geholt und belegt wurden, wird nun die gesamte Bramrah über das Bramfall geholt und somit das Segel gespannt. Aus diesem Grund müssen die Schoten fest und belegt sein. Des weiteren ist darauf zu achten, dass die Brambrassen mitgefiert werden.
  • bergen: Bramfall fieren, Geien holen. Wenn die Rah vollkommen niedergeholt ist, die Schoten fieren und die Geien und Gordinge holen. Zuletzt die Brambrassen etwas durchsetzen.

Besonderheiten beim Breitfocksegel setzen:


Um das Segel ordentlich in den Wind zu stellen, muss folgende Reihenfolge beim Trimmen beachtet werden:
  1. Hals der Luv-Seite fest holen
  2. Schot der Luv-Seite lose belegen
  3. Schot der Lee-Seite belegen
  4. Hals der Lee-Seite lose belegen

..toppsegel setzen


  1. Niederholer los
  2. Kopf (Fall) holen
  3. Hals holen
  4. Schot holen

Insbesondere durch die Einhaltung der Reihenfolge der Schritte 2 und 3 soll der untere Mastring geschont werden.

Vorsegel setzen


Zählen wir die Vorsegel von außen nach innen durch, können wir auf die Lage des Falls bzw. des Niederholers schließen (in der Seefahrt sind die geraden Zahlen an Bb., die ungeraden auf Stb.):

Nr.Segel
Seite
Nr.
Segel
Seite
1
Flieger
Stb.
2
Außenklüver
Bb.
3
Mittelklüver
Stb.
4
Innenklüver
Bb.
  • Vorsegel setzen: Niederholer fieren, Fall holen, anschließend Schoten holen.
  • Vorsegel bergen: Schoten lose geben, Fall fieren, Niederholer holen.
Besonderheit beim Stagfocksegel: Der Baum des Stagfocksegels besitzt noch eine Dirk, um das Herunterfallen des Stagfockbaumes zu verhindern.