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Dingi fahren

Zum Führen des Dingis ist mindestens ein Sportbootführerschein notwendig. Darüber hinaus erfordert der sichere Umgang mit dem Dingi (gerade beim „Pushen“) einiger Übung.

Dem Pushen kommt eine besondere Bedeutung zu. Im Gegensatz zu modernen Handelsschiffen oder auch einigen Yachten besitzen Traditionssschiffe in der Regel kein quer sitzendes Bugstrahlruder zum Herandrücken des Bugs. Diese Aufgabe kann das Dingi übernehmen. Das Pushen geschieht niemals selbstständig sondern nur nach Anweisung der Schiffsführung.



Auf dem oberen Bild ist zu erkennen, wie der Dingi-Fahrer sich in Richtung Brücke dreht. Somit ist ein ständiger Sichtkontakt möglich und entsprechende Zeichensignale können erkannt werden.

Zu den grundsätzlichen Zeichen (siehe Zeichensprache) gilt das folgende Zeichen für „Pushen“:



Weitere Hinweise zum Umgang mit dem Dingi sollten beachtet werden:
  • Höchstgeschwindigkeit im Hafen einhalten. Diese ist, abhängig vom Hafen, teilweise bei nur 4 Knoten festgelegt!
  • Nicht zwischen Schiff und Spundwand fahren.
  • Beim Übernehmen der Crew vom Schiff äußerst vorsichtig sein. Erst wenn eine Person einen sicheren Platz im Dingi gefunden hat, die nächsten Personen übernehmen.
  • Beim Starten Obacht geben, dass beim Ziehen der Starterleine niemand vor der Faust oder dem Ellenbogen getroffen wird. Daher – erst starten, dann Mitfahrer aufnehmen.
  • Zum Schutz von Dingi und Motor beim Anlanden in unbefestigten Uferpartien sehr vorsichtig verhalten und mit dem Paddel die Tiefe peilen.
  • Beim Einholen des Dingis sehr vorsichtig sein und mit ausreichend vielen Personen arbeiten. Die Gefahr beim Einholen liegt im dem Gewicht des Dingis, wodurch ruckartige Bewegen entstehen können (insbesondere im Bereich des Außenborders).
  • Unbedingt darauf achten, dass bei Anlandungen das Dingi sicher befestigt ist.