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Hauptmaschine (Inhalt aus dem Leitfaden)

Geschrieben von Kai Hashagen

stündliche Maschinenronde (Anleitung hängt im Maschinenraum aus !)


  1. Kühlwasseraustritt kontrollieren: Bb.-Seite: dünnes Rinnsaal, Stb.-Seite: kräftig
  2. Tagestankniveau Diesel peilen und mit Handpumpe bis zur Markierung füllen.
  3. Kühlwasserausgleichsbehälter peilen.
  4. Luftdruck der Hauptflasche und Notflasche überprüfen: max.: 28 bar, min: 20 bar.
  5. Kühlwassertemperatur Abgasseite Turbolader kontrollieren: max. 70°C.
  6. Öltemperatur einstellen: Thermometer unter dem Turbolader: max.: 50°C, soll: 40°C, (wird am roten Ventil am Ölfiltern geregelt).
  7. Kühlwassertemperaturen kontrollieren (je Zylinder und Verdichterseite Turbolader 70-80°C
  8. Abgastemperaturen kontrollieren (je Zylinder) max. 400°C, bei Differenzen der einzelnen Temperaturen die größer 20°C sind, dem Maschinisten Bescheid sagen.
  9. Öl- und Kraftstoffdrücke kontrollieren, zulässige Bereiche sind markiert.
  10. Zylinderöler (Kaffeemühle) mit Schmieröl bis Markierung auffüllen.
  11. Schmieren der HM: 7 Schmierpunkte je Zylinder, s. Anleitung und Zeichnung im Maschinenordner
  12. Kanne für Leck-Diesel bei Bedarf entleeren
  13. Ausgetretenes Schmier- und Dieselöl aufwischen
  14. „großer Rundumblick“, ungewöhnliche Geräusche?

alle 4 Stunden zusätzlich große Maschinenronde


  1. Stevenrohrbilge kontrollieren und wenn nötig lenzen
  2. Stevenrohr und Stopfbuchse mit je 1 Hub aus der Fettpresse schmieren.
  3. Kolbenkühlwasserp. schmieren (1/2 Drehung).
  4. Schmieren der HM: Ventilseite der Auslaßventile mit Öl-Diesel-Gemisch schmieren, damit Verkokungen sich vom Auslassventil lösen.

Sollten irgendwelche Abweichungen auffallen,
oder einem etwas „komisch“ vorkommen, immer den Maschinisten Fragen !

Seeklarmachen der Hauptmaschine


  1. Tagestank kontrollieren.
  2. Füllstand im Kühlwasserausgleichsbehälter kontrollieren.
  3. Seewassereintrittsventil öffnen
  4. Ölstand HM kontrollieren.
  5. Ölstände im Turbolader kontrollieren
  6. Stevenrohr und -buchse schmieren.
  7. Schmieren der HM, wie stündliche Schmierung, zusätzlich Einspritzpp. und Luftregler.
  8. Fahrhebel muss auf Stop liegen.
  9. Hauptanlassluftflasche und Füllventil öffnen.
  10. Indizierventile öffnen
  11. Ruder mittschiffs legen und sichern, Schraube kontrollieren, Schornstein ausrichten
  12. Zylinderöler: 20 Umdrehungen zum Vorschmieren.
  13. Schmieröl 40 „Schläge“ kräftig vorpumpen, rotes Handrad wieder schließen.
  14. kurz Durchblasen, dabei Indizierventile beobachten !
  15. Indizierventile schließen, dabei nur mäßig anziehen (Nadelventile)
  16. Luft auf 28 bar auffüllen
  17. Maschine klar melden!
  18. Nach dem Anlassen sofort Öldruck und Kühlwasser kontrollieren.

Sollte sich die Abfahrt verzögern, wieder Schmieröl vorpumpen! (Indizierventile im Hafen immer offen !)

Schnelles Seeklarmachen der Hauptmaschine im Notfall !


  1. Seewassereintrittsventil öffnen
  2.  Hauptanlassluftflasche und Füllventil öffnen.
  3.  Zylinderöler: 20 Umdrehungen zum Vorschmieren.
  4.  Schmieröl 40 „Schläge“ kräftig vorpumpen, rotes Handrad wieder schließen.
  5.  Maschine klar melden!
  6.  Nach dem Anlassen sofort Öldruck und Kühlwasser kontrollieren. (Indizierventile bleiben auf See immer zu)

Hilfsdiesel (Generator) starten (Anleitung hängt an der Tür!):


  • Tagestank peilen und auffüllen.
  • Es ist jeweils nur ein HD in Betrieb (dort wo der Schlüssel steckt).
  • Öl kontrollieren und auffüllen.
  • Kühlluftblende kontrollieren (muss so stecken das HD seine Kühlluft abführen kann).
  • Auspuff öffnen (bei Seegang: zeitgleich zum Anlassen: also nur zu zweit! )
        HD mittels Zündschlüssel starten
  • ca. 1 min. laufen lassen, Frequenz kontrollieren.
  • HD an der Schalttafel zuschalten.
  • draußen: Auspuff und Luftaustritt am Pilzlüfter kontrollieren
        Ausgetretenes Schmier- und Dieselöl aufwischen
        „großer Rundumblick“, ungewöhnliche Geräusche ?

Der Außenborder


Wichtig: Das Dingi mit Außenbordmotor darf nur mit entsprechender Qualifizierung (z.B. Sportbootführerschein) gefahren werden.

Außenborder starten: Sicherungsleine am Handgelenk befestigen.

  1. Getriebe im Leerlauf?
  2. Kippvorrichtung gesperrt?
  3. Gasstellung auf „Start“ stellen
  4. Benzin solange vorpumpen, bis Widerstand im Pumpball zu spüren ist
  5. Choke ziehen
  6. Starten aber Vorsicht, dass sich hinter einem keiner befindet. Deshalb starten bevor die Teilnehmer das Dingi besetzen.

Wichtig: Festmacherleinen vom Dingi werden niemals geworfen, sondern lediglich übergeben um sicherzustellen, dass die Leine frei vom Propeller bleibt. Teilnehmer bleiben bis zu Aufforderung sitzen.

Wie bei jeder anderen Maschinen muss auch der Außenborder erst einmal warmlaufen, bevor er auf lange Zeit volle Leistung bringen kann.